Neue Konzepte für selbstbestimmtes Wohnen im Alter

    Technische Lösungen erleichtern das Leben und sorgen für soziale Anbindung

    Wohnen im Alter ist ein Thema, das nicht nur individuell oft von schwierigen Entscheidungen geprägt ist, es ist auch ein gesamtgesellschaftliches Problem mit weitreichenden Auswirkungen auf unser aller Leben. Allein in den Regionen um Hamburg herum stehen etwa zwei Drittel älteren Menschen ein Drittel jüngere gegenüber. Das wirft früher oder später nicht nur Fragen zur Betreuung von Senioren auf, sondern auch zur wirtschaftlichen Zukunft einer ganzen Region – und zum menschlichen Umgang. Dabei steht fest, dass nicht ganze Bevölkerungsteile in Alten- oder Pflegeheimen oder in teuren Projekten des betreuten Wohnens untergebracht werden können. Das ist für viele schon finanziell nicht leistbar, es gibt auch gar nicht genug Fachpersonal, dass diese Situation bewerkstelligen könnte. Zudem ginge den Bewohnern einer Region eine komplette Generation „verloren“: Sie wäre im Alltag nicht mehr präsent.

    Die Baugesellschaft GfG sieht all diese Probleme und ist davon überzeugt, dass es dafür Lösungsansätze gibt, die bereits in die Städteplanung und -entwicklung mit aufgenommen und durch konkrete Bau- und Gestaltungsmaßnahmen umgesetzt werden können. Generationenübergreifende Bau- und Wohnkonzepte können langfristig dafür sorgen, dass auch ältere und alte Menschen lange in ihren Wohnvierteln bleiben und dort ein selbstbestimmtes Leben führen können. Doch um dies zu ermöglichen, werden sowohl altersgerechte Baustrukturen als auch den entschiedenen Einsatz technischer Hilfsmittel benötigt. Die GfG hat bereits Projekte generationenübergreifender Wohnviertel realisiert, in denen sich dieser Ansatz beweisen konnte.

    Altersgerechte Smart-Home-Lösungen bringen Komfort und Sicherheit

    Beim Thema Senioren und Technik denkt man gemeinhin eher an Probleme als an Lösungen, weil „den Alten“ vermeintlich die Affinität zu digitalen Technologien fehlt. Das Potenzial, das die Technik jedoch für die Lebensqualität von Senioren hat, erhält mittlerweile immer mehr Beachtung. So hat auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Thema „Digitalisierung als Chance für ein selbstbestimmtes Leben“ zu einem Hauptbestandteil seines achten Altersberichts gemacht (https://www.bmfsfj.de/altersbericht). Auch die Ansätze der GfG-Baugesellschaft, smarte technische Lösungen in den Alltag von Senioren zu integrieren, treffen den Nerv der Zeit. Anstelle komplizierter Technik verwendet die GfG dabei Formen der Hilfe, die im normalen Alltag möglichst intuitiv bedienbar sind oder sogar nur in Bedarfs- und Notfällen automatisch greifen.

    Elektrische Rollläden, sich selbst regulierende Heizungen und Bewegungsmelder für Lampen gehören dabei zu den Lösungen, die vielen bekannt sein dürften. Aber es geht noch viel mehr! Die GfG setzt in diesem Gebiet hauptsächlich die Ambient-Assisted-Living-Komponenten (AAL) des Automatisierungs-Anbieters MyGekko ein. AAL steht für Assistenz-Funktionen, die mehr oder minder unauffällig in das Wohnumfeld integriert sind. Das sind zum Beispiel Sensoren, die Alarm schlagen, wenn ein Sturz registriert wurde, oder auch welche, die an die richtige und pünktliche Einnahme von Medikamenten erinnern. Auch Einschränkungen beim Hören oder Sehen können mit technischer Hilfe kompensiert werden. Beispielsweise kann durch Vibration ein Anruf angekündigt werden oder durch automatisierte Beleuchtung für passendes Licht an bestimmten Orten gesorgt werden.

    Bezüglich der Sicherheit ist auch die Vernetzung von Senioren mit der Außenwelt wichtig. Dem will die GfG zum einen durch gut geplante Wohnquartiere mit kurzen Wegen und umfassender Versorgung Rechnung tragen, aber auch wiederrum durch Technologien, die idealerweise mit den schon oben genannten Hilfssystemen verbunden sind. Dazu kann z.B. der Sprachassistent Alexa eingesetzt werden. Über diesen lassen sich per Sprachbefehl viele Bereiche der Haussteuerung regeln oder auch ein Notruf absetzen. Videosysteme, die einen visuellen Kontakt zu Familie und Freunden oder einen Online-Besuch beim Arzt ermöglichen, gehören ebenfalls dazu. Auch wenn der virtuelle Kontakt den tatsächlichen Kontakt nicht vollständig ersetzen kann, so kann er gerade im Alter das Beste sein, was unter den gegebenen Umständen möglich ist – und im besonderen Maße zur Erhöhung von Sicherheit und Lebensqualität beitragen.

    Barrierefreies und selbstbestimmtes Wohnen im Alter

    Den meisten älteren Menschen ist der Verbleib in der eigenen Wohnung wichtig, weil sie nicht in einem krankenhausähnlichen Umfeld leben möchten, das ihnen ständig ihre Gebrechlichkeit und die schwindenden Möglichkeiten vor Augen führt. Daher legt die GfG auch Wert darauf, den Einsatz neuer Technologien mit einer ansprechenden wie barrierearmen oder -freien Architektur zu verbinden. Ein sicheres Leben im Alter soll nicht im Gegensatz zu einem schönen Wohnumfeld stehen. Vor diesem Anspruch ist die GfG aktuell u.a. in Börnsen bei Bergedorf mit der Fertigstellung eines generationenübergreifenden Wohnquartiers beschäftigt. Dort kann heute schon beobachtet werden, dass technik-assistiertes Wohnen im Alter eine sichere, sozial integrierte und attraktive Alternative zu anderen Wohnformen für Senioren sein kann. Gerne teilt die GfG ihre Erfahrungen aus Börnsen und anderen Bauprojekten mit allen, die wie sie an einer generationengerechten Bau- und Stadtplanung interessiert sind.

    Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Weitere Informationen

    Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

    Schließen